Archiv für Mai 2009
Zahnversicherung boomt
Das Interesse der Verbraucher an Zahnzusatzversicherungen steigt seit 2 Jahren stark an. War es vor vier Jahren die staatliche Riester-Rente in der Gunst der Verbraucher, so werden jetzt vermehrt Zahnzusatzversicherungen und private Krankenzusatzversicherungen abgesetzt. Diese Entwicklung wird durch die immer schlechter werdende Versorgung der Kassenpatienten im Bereich der Zahnbehandlung und des Zahnersatzes beschleunigt. Für zwei fehlende Zähne stellt die gesetzliche Krankenkasse lediglich rund 600 Euro als Sachleistung zur Verfügung. Dieser befundbezogene Festzuschuss reicht gerade einmal, um die Hälfte der Kosten für einfachsten Zahnersatz zu decken. Entscheidet sich der Kassenpatient, wie die Mehrzahl der Patienten in der Zahnpraxis, für hochwertigen Zahnersatz, wie dem Implantat, so entstehen schnell Restkosten von mehreren Tausend Euro. Der Heil-und Kostenplan für 2 Implantate inklusive Knochenaufbau und augmentativer Behandlung beträgt durchschnittlich 5000 Euro. Davon werden rund 600 Euro von der gesetzlichen Kasse als Sachleistung zur Verfügung gestellt. Den Restbetrag muss der Kassenpatient also selbst finanzieren. Viele Zahnärzte bieten im Rahmen des Kundenservices eine Zahnersatzfinanzierung an. Viel sinnvoller ist aber der Abschluss einer Zahnversicherung, die sowohl Kosten für Zahnbehandlungen, wie z.B. Parodontosebehandlung, Wurzelkanalbehandlung und professionelle Zahnreinigung als auch für Zahnersatzmaßnahmen und Kieferorthopädie übernimmt. Denn nichts ist ärgerlicher, als mehrere Tausend Euro zuzahlen zu müssen, wenn es doch anders geht. Moderne Zahnzusatztarife übernehmen bereits 90 % der zahnärztlichen Heilkosten inkl. Material und Laborkosten. Wichtig ist, dass sich der Erstattungssatz tatsächlich auf den Rechnungsbetrag und nicht auf die Restkosten bezieht. Wie der Anbieter den Erstattungssatz definiert, verrät oft ein übersichtlicher Zahnzusatzversicherung Vergleich. Ein Online Krankenzusatzversicherung Vergleich für Zahnzusatzversicherungen hilft dem Verbraucher aus der großen Anzahl an Tarifen die richtige Lösung herauszufinden. Wichtig ist, dass der Zahnzusatzversicherung Vergleich vom Betreiber laufend aktualisiert wird, denn nichts ist ärgerlicher wenn man veraltete bzw. nicht mehr aktuelle Tarife vergleicht. Verbraucher erkennen seriöse Vergleiche daran, dass der jeweilige Anbieter eine Hotline anbietet und auf Anfragen zu den Tarifen schnell antwortet.
Zahnversicherung bei freier Heilfürsorge und EU-Beihilfe
Viele Beamte, Soldaten und sonstige Empfänger von freier Heilfürsorge halten ihren Versicherungsschutz im Krankheitsfall für ausreichend und besser als in der gesetzlichen Krankenkasse. Das zweitere gilt in den meisten Fällen tatsächlich, doch insbesondere im Bereich des Zahnersatzes lassen die Leistungen der Heilfürsorge zu wünschen übrig.
Noch gravierender gilt dies für EU-Beamte, die die Krankheitsfürsorge der Europäischen Union genießen. Diese “Europa” Heilfürsorge leistet zwar wesentlich umfangreicher als beispielsweise die gesetzliche Krankenkasse, doch sind die Erstattungssätze nach oben begrenzt. Kostenintensive Maßnahmen bezüglich einer Zahnbehandlung und Zahnersatz können mehrere tausende Euro kosten, so dass auch die EU-Beihilfe hier schnell an ihre Grenzen stösst.
Auch in Deutschland lebende Personen, die Heilfürsorge erhalten wünschen sich häufig besonders den Bereich Zahnersatz besser absichern zu können. Doch nicht jede Zahnversicherung ist für Empfänger von Beihilfe auch abschließbar.
Eine sehr gute Zahnversicherung für Empfänger von freier Heilfürsorge ist die Arag Z100 Zahnversicherung. Diese erstattet im Bereich der Zahnbehandlung 100% der Kosten, wenn die Heilfürsorge selbst hier keine Leistungen vorsieht. Für Zahnersatz werden immerhin 80% der Kosten erstattet. Der Arag Z100 ist als einer von sehr wenigen Tarifen sowohl von Empfängern von freier Heilfürsorge als auch von Eu-Beamten, die die Heilfürsorge der EU erhalten abschließbar und dabei überaus günstig und beitragsstabil.
Zahnversicherung – Welchen Sinn hat eine Summenbegrenzung?
Was ist eine Summenbegrenzung?
Heutzutage hat fast jede Zahnversicherung eine anfängliche Leistungshöchstgrenze. Eine sogenannte Summenbegrenzung. Eine Zahnversicherung mit anfänglicher Summenbegrenzung erstattet innerhalb der ersten Jahre nur innerhalb bestimmter Höchstgrenzen.
Zwar gibt es mittlerweile auch Tarife für eine Zahnversicherung , die auf anfängliche Summenbegrenzungen verzichten, z.B. CSS Zahnzusatzversicherung, doch ist das Vorhandensein einer Summenbegrenzung nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen. Auch gute Zahnversicherungen wie der Arag Z100 weisen eine Summenbegrenzung auf.
Zwar kann eine solche anfängliche Leistungsbeschränkung zum Anfang der Laufzeit der Zahnversicherung als Nachteil bedeuten, doch aus vielerlei Gründen, kann sich diese anfängliche Summenbegrenzung mittel- bis langfristig als Vorteil gegenüber einer Zahnversicherung ohne Begrenzungen erweisen.
Welche Nachteile birgt ein Weglassen einer anfänglichen Summenbegrenzung?
Der Grund liegt darin, dass sich in einer Zahnversicherung ohne Summenbegrenzung sehr oft “schlechte Risiken” versammeln. Als schlechte Risiken kann man im Fall der Zahnversicherung Personen ansehen, die über einen schlechten Gebissstatus verfügen und gleichzeitig jahrelang nicht beim Zahnarzt waren, so dass nirgendwo aktenkundig beim Zahnarzt Behandlungen angeraten sind.
Nach der anfänglichen acht Monatigen Wartezeit ist es sehr wahrscheinlich, dass gerade diese Personen immense Kosten verursachen und damit die Kalkulation der Zahnversicherung über den Haufen werfen können. Denn derartige Risiken sind sehr schwer zu kalkulieren, da der Versicherer die Absichten der Versicherungsnehmer nicht kennt.
Die hohen Kosten, die diese Personen bei der Zahnversicherung verursachen müssen natürlich getragen werden. Eine Anhebung der Versicherungsbeiträge ist die Folge. Das bedeutet, die gesunden Versicherungsnehmer haben die Kosten der anderen mitzutragen.
Eine solche Zahnversicherung ist besonders für gesunde Versicherungsnehmer auf die Dauer relativ uninteressant. Denn bei einer Zahnersatzmaßnahme viele Jahre nach Versicherungsbeginn wäre für sie kein Unterschied, ob sie eine Zahnversicherung ohne oder mit Summenbegrenzung abgeschlossen haben, da diese nun eh nicht mehr vorhanden wären.
Trotzdem müssten sie über die gesamte Vertragsdauer ihrer Zahnversicherung stets die Risiken mittragen, die durch neue Versicherungsnehmer in den Tarif Einzug erhalten, die sich gleich zu Versicherungsbeginn der Zahnversicherung die Zähne sanieren, um ihre Zahnversicherung dann kurze Zeit später zu kündigen.
Auf die Dauer eine klare Abschreckung der “guten Risiken”. Die Folge wäre, dass der Versichertenstamm in der Zahnversicherung ohne Summenbegrenzung gefüllt wäre mit schlechten Risiken (schlechte Zähne, kurze Vertragslaufzeiten, Absicht, nicht offenbarte Absicht die Versicherung in den ersten Jahren zur Erstattung insgeheim geplanter, aber noch nicht aktenkundig angeratener Behandlung). Die insgesamten Kosten würden weiter steigen, um dies auzugleichen müssten die Beiträge weiter angehoben werden.
Schlussendlich wäre es irgendwann vollkommen uninteressant für Personen mit einigermaßen gutem Zahnstatus eine solche Zahnversicherung abzuschließen.
Also lieber doch eine Zahnversicherung mit Summenbegrenzung?
Insofern ist eine Zahnversicherung mit anfänglicher Summenbegrenzung nicht unbedingt ein Nachteil, zumindest auf die Dauer und für “gute Risiken”. Gute Zahnversicherungen sind in diesem Zusammenhang: Central prodent oder die eingangs erwähnte Arag Z100 Zahnversicherung.
Trotzallem ist es natürlich nicht verwerflich sich eine Zahnversicherung ohne Summenbegrenzung herauszusuchen. Ganz bestimmt nicht, denn es ist völlig normal, dass sich jeder Antragsteller in Abhängigkeit seiner persönlichen Bedürfnisse und seines persönlichen Gebisszustandes die bestmögliche Zahnversicherung heraussucht.
Nur eben Personen mit relativ guten Zähnen, die wissen, dass sie in den nächsten 3 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit keine sehr großen Zahnersatzmaßnahmen durchführen lassen müssen (Unfälle sind natürlich ausgenommen), diese sollten sich genau überlegen, ob eine Zahnversicherung ohne Summenbegrenzung überhaupt notwendig ist. Denn die Kosten des erhöhten Gesamtrisikos sind von allen zu tragen. eben auch von denjenigen, die gar keine Kosten in den ersten Jahren verursacht haben.
Gothaer MediDent preisgünstige Zahnzusatzversicherung
Wer auf der Suche nach einer günstigen Zahnzusatzversicherung ist, der sollte sich die Gothaer MediDent Zahnversicherung ansehen. Die Gothaer Medi Dent Zahnversicherung leistet für bis zu 80% bezogen auf den erstattungsfähigen Rechnungsbetrag. Wer keine regelmäßige Zahnprophylaxe in den Vorjahren bezogen auf das Datum einer anstehenden Zahnersatzmaßnahme vorweisen kann, für den erstattet die Gothaer MediDent Zahnversicherung zumindest noch 70-80%.
Dies hört sich auf den ersten Blick ganz gut an und schlecht ist die Gothaer MediDent Zahnversicherung auch nicht, allerdings hat dieser Tarif einige Leistungseinschränkungen, die nicht unerwähnt bleiben dürfen. So werden maximal 4 Implantate je Kiefer erstattet. Zudem leistet die Gotaher medident Zahnzusatzversicherung nur dann, wenn die gesetzliche Krankenkasse eine Vorleistung vorsieht. Dies könnte zu Problemen führen, wenn die gesetzlichen Leistungen irgendwann eingeschränkt werden oder wegfallen.
Für den Bereich Zahnbehandlung leistet die Gothaer Medident Zahnversicherung leider gar nicht. Sofern beim Zahnersatz nur die einfache Regelleistung der GKV in Anspruch genommen wird, werden stets 100% der Rechnung übernommen.
Positiv ist bei der Gothaer medident Zahnversicherung das Preis-Leistungsverhältnis. Denn dies ist wirklich hervorragend bezogen auf die angebotene Leistung. Denn diesbezüglich gibt es kaum einen Tarif in dieser Preisklasse, der weniger Leistungsbeschränkungen vorsieht als die Gothaer MediDent Zahnzusatzversicherung.
CSS Zahnzusatzversicherung und Alterungsrückstellungen
Die CSS Zahnzusatzversicherung bildet als einer von wenigen Tarifen zur Zahnversicherung keine Alterungsrückstellungen. Das bedeutet, dass die CSS Zahnzusatzversicherung bei Abschluss die Mehrkosten, die das ansteigende Altersrisiko in späteren Jahren verursacht, nicht komplett mit in den Zahlbeitrag, der heute zu zahlen ist, einberechnet.
Der Antragstelle der CSS Zahnzusatzversicherung zahlt also in jedem Jahr genau den Beitrag, der seinem einkalkulierten Altersrisiko entspricht. Da ältere Personen eher eine Zahnersatzmaßnahme in Anspruch nehmen als jüngere versicherte Personen, zahlen diese auch einen höheren Beitrag. Andere Zahnversicherungen wie der Arag Z100 sammeln in den ersten Jahren hingegen mehr Geld ein als das Altersrisiko der versicherten Person verursacht. Dieser Mehrbeitrag wird verzinslich angesammelt und hält den Beitrag in späteren Jahren stabil, da das Altersrisiko, welches dann logischerweise höher ist, in den vorherigen Jahren bereits mitbezahlt wurde.
Die CSS Zahnzusatzversicherung, die keine Alterugnsrückstellung bildet, sammelt also nicht mehr Geld ein als nötig. Dies hat den Vorteil, dass bei einer Kündigung der CSS Zahnversicherung auch kein Geld für den Versicherungsnehmer verloren geht, da ja nicht mehr Geld eingesammel wurde als das Risiko der versicherten Person bis zum Vertragsende statistisch gesehen gekostet hat. Bei Zahnversicherungen, die eine Alterugnsrückstellung bilden, ginge in diesen Fällen eine Menge Geld plus angesammelte Zinsen verloren. Diese Geld fällt den in der Zahnzusatzversicherung verbleibenden Personen zu und senkt möglicherweise die durchschnittlich zu zahlenden Versicherungsprämie bzw. hält diese stabil.
Was in der Krankenzusatzversicherung eher weniger problematisch ist, hat dafür in der Krankenvollversicherung umso mehr Bedeutung. Normalerweise könnte eine jede versicherte Person sein eigenes Altersrisiko versichern, indem sie selbst Geld anspart. Das bedeutet, dass der Mehrbeitrag, denn die Versicherugn zur Bildung von Alterungsrückstellungen in jungen Jahren einsammelt, einfach auf die Bank gebracht werden müsste. Im Alter würde dieses angesparte Kapital dann zur Zahlung der Versicherungsprämien, die dann höher wären, verwendet werden können.
Leider schauen viele Personen aber in jungen Jahren nur auf die zur Zeit zu zahlenden Versicherungsprämien und sparen eben nicht mehr Geld. Die Tatsache, dass Versicherungsprämien im Alter so hoch sind und nicht bezahlt werden können, liegt weniger an der Tatsache, dass die Versicherung an und für sich zu teuer ist, als vielmehr an der Tatsache, dass der VErsicherungsnehmer es leider versäumt aht in jungen Jahren genügend finanziell vorzusorgen, um das Geld zur Zahlung der Beiträge im Alter anzusparen. Der Grund liegt oft in einer Fehleinschätzung der Versicherungsnehmer oder in einer Fehlberatung der Versicherungvermittler, die einfach zu günstige Krankenversicherungen verkauft haben, ohne auf die späteren Defizite hinzuweisen.
