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Beitragsanpassung Central Prodent
Der Testsieger Zahntarif Central Prodent gilt als eine eher beitragsstabile Zahnzusatzversicherung. Er erstattet bis zu 90% der Kosten einer hochwertigen Zahnersatzmaßnahme (beispielsweise bei Implantaten) und gehört damit noch immer zu den leistungsstärksten Tarifen. Da die Central Prodent Zahnzusatzversicherung nicht nach einem eigenen Preis-Leistungsverzeichnis bezüglich der Labor- und Materialkosten leistet, sondern sich die Erstattung an den allgemein üblichen Preisen orientiert, was klar ein Vorteil für den Versicherten sein kann, muss sich auch die Versicherungsprämie der Central Prodent Zahnzusatzversicherung an den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen orientieren. So ist mitzuteilen, dass die Central Prodent Zahnzusatzversicherung nun seit einigen Jahren zum ersten Mal den Beitrag geringfügig erhöhen wird. Zum Juli 2010 folgt die Beitragsanpassung , welche je nach Altersgruppe und Zugehörigkeit bis zu einem Euro pro Monat betragen wird. Damit fällt die Anpassung gegenüber anderen Zahnzusatzversicherung, die kürzlich anpassen mussten überaus moderat aus. Zum Vergleich, die alte Zahnzusatzversicherung Barmenia ZG erhöhten den Beitrag um bis zu 8 Euro pro Monat und wurde aufgrunddessen für das Neugeschäft geschlossen und durch den sinnvoller kalkulierten Tarif Barmenia ZG Plus ersetzt.
Die Central Prodent Zahnzusatzversicherung kalkulierte von jeher mit anfänglichen Summenberenzungen, die zwar mit 6 Jahren recht lange andauern, mit einer Maximalerstattung von 7.500 Euro innerhalb dieser ersten Jahre jedoch recht großzügig ausfallen.
Damit auch zukünftig weiter schnell und leistungsstarker Versicherungsschutz geboten werden kann, der sich nach den aktuellen Preisen bemisst und nicht nach einem irgendwann festgelegten Preisverzeichnis, erscheint die geringe Beitragsanpassung überaus verständlich und spricht für eine gute Beitragsstabilität des Central Prodent.
Von der Zahnzusatzversicherung abgelehnt, was nun?
Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man eine Spitzen-Zahnzusatzversicherung wie die CSS flexi Zahnzusatzversicherung beantragt hat, dann jedoch vom Versicherer abgelehnt wird, weil man beispielsweise zuviele fehlende nicht ersetzte Zähne hat oder in der Vergangenheit wegen einer Zahnfleischerkrankung oder ähnlichem behandelt wurde.
So problematisch ist dies jedoch nicht, denn der Markt bietet mittlerweise recht starke Zahnzusatzversicherungen zu einem ansprechenden Preis an, die eine wesentlich einfachere Risikoprüfung vorsehen als die CSS Zahnzusatzversicherung.
Eine Möglichkeit, bei der man sogar bis uu 4 fehlende nicht ersetzte Zähne mitversichern kann, ist die Arag Z100, bei der nur die Frage nach einer derzeit andauernden zahnärztlichen Behandlung gefragt wird, bzw. nach angeratenen Behandlungen. Es ist bei dieser Zahnzusatzversicherung also irrelevant, wann der letzte Zahnarztbesuch stattgefunden hat oder ob bereits Behandlungen wegen einer Zahnfleischerkrankung oder zur Vorbeugung beispielsweise einer Parodontose erfolgt sind. Ebenso wird dort nicht die Frage nach bereits vorhandenem aber älteren Zahnersatz gefragt. Nur bei Personen ab 55 Jahren ist die Arag z100 oft weniger empfehlenswert, da hier immer ein zahnärztlicher Befundbericht vorgelegt werden muss.
Auch für diese Personengruppe oder Personen mit mehr als 4 fehlenden Zähnen gibt es die Abschlussmöglichkeit einer sehr leistungsstarken Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Es handelt sich dabei um die neue Universa Dentprivat, welche bis zu 90% der Rechnung für Zahnersatz erstattet und auch den Behandlungsbereich der Zahnbehandlung mitversichert. Sogar die Kieferorthipädie ist in diesem Tarif mitversichert, so dass er auch für Kinder sehr geeignet ist.
Sowohl die Arag Z100 als auch die Universa DentPrivat sind auch dann abschließbar, wenn bereits bei einer anderen Zahnzusatzversicherung eine Ablehnung erfolgt ist. Viele leistungsstarke Zahnversicherung in diesem Segment, darunter die Barmenia ZG Plus und die Central Prodent fragen bei Antragstellung nach bereits in der Vergangenhaeit bestandenen Zahnzusatzversicherungen, bzw. danach, ob eventuell diesbezügliche Anträge abgelehnt wurden. Gleiches gilt für die CSS Zahnzusatzversicherung, die einen Antrag automatisch ablehnt, wenn in der Vergangenheit ein Antrag für eine andere Zusatzversicherung abgelehnt wurde.
Ebenfalls die derzeitige berufliche Situation kann bereits zur Ablehnung eines Antrags bei einer Zahnzusatzversicherung führen. Die CSS Zahnzusatzversicherung lehnt einen Bezieher von ALG2 (Hartz IV) genauso ab, wie die Continentale CEZP. Arbeitslose Interessenten einer Zahnzusatzversicherung sollten also lieber auf Tarife wie die Arag Z100 ausweichen oder eben die Universa dentprivat, welche überhaupt keine Gesundheitsprüfung vorsieht.
Alle genannten Zahnzusatzversicherung können dem oberen Leistungssegment zugeordnet werden und erstatten im Bereich des Zahnersatz mindesten 80% des erstattungsfähigen Rechnungsbetrags. Allenfalls im Bereich der Zahnbehandlung sowie der Verblendung von Backenzähnen gibt es kleinere Unterschiede in den Tarifen.
Zahnversicherung – Verdoppelung des GKV Festzuschusses
Mittlerweile kommen immer mehr Zahnversicherungen auf den Markt, die zwar im Bereich der Zahnerhaltung umfangreiche Leistungen versichern, jedoch für Zahnersatz nur wenige Erstattungen vorsehen. So gibt es Zahnversicherungen, die zwar für die professionelle Zahnreinigung leisten oder die Restkosten übernehmen, die bei der Behandlung und Herstellung von dentin adhäsiven Füllungen entstehen, jedoch nur den niedrigen Festzuschuss der Krankenkasse verdoppeln, wenn es um das Thema Zahnersatz geht.
Von derartigen Zahnzusatzversicherungen ist nicht allzuviel zu halten, da sie keine existentiellen Risiken abdecken. Eine Professionelle Zahnreinigung ist zwar durchaus wichtig und empfehlenswert, da sie hilft die Zähne oder einen Zahnersatz lange zu erhalten, doch die Kosten einer solchen Behandlung sind aus eigener Tasche zu bezahlen, zumal eine regelmäßige Prophylaxe schon absehbar ist. Man versichert also kein Ereignis, welches vielleicht oder möglicherweise eintritt. Stattdessen wird eine Zahnversicherung mit diesen Prophylaxeleistungen ja deshalb abgeschlossen, weil der Versicherte von vorn herein davon ausgehet, dass er diese Leistungen ein bis zweimal im Jahr in Anspruch nimmt.
Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn die jeweilige Zahnversicherung auch ebenso stark im Bereich des Zahnersatzes leistet, denn hier fallen die hohen Kosten an. Lyfestyletarife, die diese wichtigen Leistungen für Zahnersatz nur dürftig beinhalten und damit werben, dass sie im Bereich der Zahnbehandlung extrem viel leisten, sind alles andere als wichtig und können als überföüssig angesehen werden. Genau solche Zahnversicherungen kann man genausogut durch einen eigenen Sparplan ersetzen, für diesen fallen auch keine Provisionen an.
Zahnversicherung und Gesundheitsreformen
Neben dem Erstattungsprozentsatz bezogen auf den Rechnungsbetrag einer zahnärztlichen Zahnersatzmaßnahme ist ein zweites Kriterium, ob eine Zahnversicherung gut oder schlecht ist, fast noch entscheidender.
Denn der höchste Erstattungssatz nützt dem Versicherten nichts, wenn seine Zahnversicherung nur dann leistet, wenn die gesetzliche Krankenkasse nach ihren Richtlinien eine Vorleistung vorsieht. Viele Tarife, beispielsweise die Continentale CEZK erstatten normalerweise 75% der Rechnung inklusive GKV-Leistung, besteht jedoch kein Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse, muss auch die Zahnversicherung nicht leisten.
Wesentlich sinnvoller sind da vorleistungsunabhängige Tarife wie die CSS Zahnzusatzversicherung oder die Arag Z100 Zahnversicherung. Diese Zahnversicherungen passen ihre Leistungen der jeweiligen Situation GKV-Versicherter an und füllen die Mehr- oder Minderleistungen oder auch in Fällen, in denen die GKV gar nicht leistet, ihre tariflichen Erstattungssätze auf.
Eine ansonsten sehr leistungsstarke Zahnversicherung wie die Central Prodent Zusatzversicherung für Zahnersatz sind bei entsprechender Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse mit einem Erstattungssatz von 90% extrem leistungsstark, gibt es jedoch keine Ansprüche gegenüber der Kasse, leistet dieser Tarif nur noch 50%.
Zwar erstattet die GKV heutzutage in der Regel fast immer, wenn auch nur den niedrigen befundbezogenen Festzuschuss, doch kann man nicht wissen, wie sich die Situation der GKV-Versicherten in der Zukunft entwickelt. Da es in den europäischen Nachbarländern schon heute so ist, dass der Bereich Zahnersatz teileweise komplett gestrichen wurde, da der Staat finanziell überfordert ist und sparen muss, kann man davon ausgehen, dass sich die deutsche Versichertensituation ähnlich entwickeln wird.
Für diesen Fall ist es gut und sicher, eine Zahnversicherung abzuschließen, die mit der Zeit geht. Denn eine Zahnversicherung muss zwar immer leisten, wenn sie es tariflich festschreibt, sie kann nicht einfach wie die GKV Leistungen aus wirtschaftlichen Gründen ohne weiteres streichen, doch mehr muss sie nicht leisten. Ist in den tariflichen Bedingungen also aufgeführt, dass Leistungen ohne entsprechende GKV-Vorleistung gekürzt werden oder sogar komplett gestrichen werden, so ist die entsprechende Zahnversicherung nicht verpflichtet ihre Bedingungen zu ändern.
Kriterien für eine gute Zahnversicherung
Der Abschluss einer guten Zahnversicherungist nicht leicht, nicht nur weil es sehr viele verschiedene Tarife gibt, die mit unterschiedlichen “Sonderleistungen” locken, sondern auch, weil es immer vom Einzelfall abhängt, welcher Tarif der beste ist bzw. vom Versicherten auf Grund der persönlichen Präferenzen bevorzugt wird. Alter, Gesundheitszustand der Zähne und auch Geschlecht spielen dafür eine Rolle. Doch es gibt einige Krieterium, die jede leistungsstarke Zahnversicherung erfüllen sollte.
Dazu gehört, dass schon mindestens zwei Drittel der Zahnersatzleistung erstattet werden sollte, wobei die Behandlung beim Privatarzt zugrunde gelegt werden sollte und darauf geachtet werden muss, dass die Kostenerstattung sich auf den Gesamtrechnungsbetrag beziehen und nicht auf die Restkosten, z. B. nach Abzug der Zuschüsse der Gesetzlichen Kassen.
Die Leistung sollte unabhängig von einer Vorleistung der Gesetzlichen Kasse erfolgen, denn die staatliche Krankenversicherung leistet für eine ganze Reihe von zahnärztlichen Behandlungen überhaupt nicht mehr.
Die Kosten sollten bis zu einer 3,5fachen Höhe der in der Gebührenordnung für Zahnärzte festgelegten Sätze erstattet werden.
Da Zahnersatz z. B. alle 10 Jahre erneuert werden muss, sind Tarife, die nur einmalig leisten wertlos.
Inlays und Implantate sollte ohne Begrenzung erstattet werden, des weiteren sollte auch der Knochenaufbau mit abgsichert sein.
Ein sehr wichtiges Kriterium ist auch, dass Keramikverblendungen mit bezahlt werden und es keine langfristigen Begrenzungen bei der Bezahlung von Leistungen gibt.
Da aber die Frage nach dem besten Tarif nicht pauschal beantwortet werden kann, empfiehlt sich vor Abschluss dringend ein Zahnzusatzversicherung Vergleich.
Wer beim Abschluss einer Zahnversicherung nicht aufpasst, kann nachher nicht nur oben drauf zahlen, sondern erhält auch einen suboptimalen Versicherungsschutz.
