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Die neue Zahnzusatzversicherung Barmenia
Die überaus leistungsstarke Zahnzusatzversicherung Barmenia ist mit einem neuen Tarif auf dem Markt gekommen. Die Barmenia ZG Plus zeichnet sich dadurch aus, dass diese im Gegensatz zum Vorgänger Barmenia ZG die professionelle Zahnrenigung und wichtige Zahnbehandlungen wie prophylaktische Maßnahmen und die Behandlung von Parodontitis mit absichert, was beim alten Tarif zusätzlich mit dem Tarifbaustein “Prophy” versichert werden musste.
Die neue Zahnzusatzversicherung Barmenia ZG plus schneidet aber beim direkten Vergleich mit der CSS Zahnzusatzversicherung etwas schlechter ab. Sowohl in Bereich des hochwertigen Zahnersatzes als auch bei den Leistungen für Zahnbehandlung sieht der neue Tarif zwar sehr hohe Leistungen vor, die CSS Zahnversicherung erstattet aber für Zahnersatz und Zahnbehandlung 100 % anstatt “nur” 85 % bei der Zahnzusatzversicherung Barmenia. Allerdings ist der monatliche Beitragssatz für einen jungen Erwachsenen rund vier Euro günstiger als bei der CSS Versicherung, dabei gilt aber zu bedenken, dass die Barmenia relativ hohe Summenbegrenzungen in den ersten Versicherungsjahren beinhaltet, worauf dieCSS Zahnzusatzversicherungganz verzichtet. Bei der Barmenia sind die Summenbegrenzungen gestaffelt. So können z. B. in den ersten beiden Versicherungsjahren – nach einer Wartezeit von acht Monaten – nur 2.000 Euro übernommen werden, in den ersten fünf Jahren 5.000 Euro. Diese Staffelung macht aber wenig Sinn, wenn unerwartet hochwertiger und kostenspieliger Zahnersatz notwendig wird. Der Versicherte kann dann kaum einige Jahren warten, bis andere fehlende oder kranke Zähne behandelt werden. Der etwas geringe Beitragssatz der Barmenia macht sich auch nicht bezahlt vor dem Hintergrund, dass kieferorthopädische Leistungen überhaupt nicht versichert sind. Des weiteren bestehen auch weitere Leistungsbegrenzungen, z. B. kann die professionelle Zahnreinigung nur bis zu einem Höchstbetrag von 85 Euro pro Jahr geltend gemacht werden.
Dafür leistet die Barmenia ZG PLus endlich für Funktionsdiagnostik, dies tat der Vorgänger Barmenia ZG leider nicht.
Insgesamt ist die Barmenia ZG Plus Zahnzusatzversicherung ein konkurrenzfähiger leistungsstarker Tarif, mit ansprechenden Leistungen und zu einem sinnvoll kalkulierten aber anehmbaren Preis. Leistung kostet nunmal sein Geld.
Gesunde Zähne für Jugendliche: Tipps zur Mundhygiene und Zahnversicherung
Etwas, dass wir alle mindestens zwei oder sogar dreimal am Tag tun bzw. tun sollten ist anscheinend doch nicht so einfach, wie die meisten annehmen: Das Zähneputzen oder besser gesagt die gesamte Mundhygiene.
Vielen Menschen lernen das Zähneputzen von Kind auf falsch und widmen auch der Mundhygiene ihrer Kinder zu wenig Aufmerksamkeit. So klagen Gesundheitsexperten, dass bereits Teenager im Alter von dreizehn oder vierzehn Jahren unter extrem schlechter Zahngesundheit leiden. Einer der primären Gründe liegt in einer unzureichenden oder falschen Mundhygiene.
Bereits im Säulingsalter ist darauf zu achten, dass herunter gefallene Schnuller nicht einfach wieder eingesetzt werden. Zahnmedizinische Studien haben ergeben, dass Karies und andere Zahnerkrankungen verursachende Bakterien nicht “angeboren” sind, sondern erst durch “Fremdeinwirkung” entstehen. Das kann weitreichende Folgen haben. Die häufigste Erkrankung im Mundbereich die Parodontitis kann dadurch verursacht werden und durch Verbreitung der Bakterien über die Blutbahn andere schwer wiegende Erkrankungen verursachen oder zumindest begünstigen.
Deshalb sollte beim Abschluss einer Zusatzversicherung Zahn darauf geachtet werden, dass diese nicht nur, wie die meisten Tarife, die Notwendigkeit des Zahnersatzes absichert, sondern auch für Zahnbehandlungen und Kieferorthopädie leistet. Der Bereich der Zahnbehandlungen ist sehr wichtig, weil die Gesetzliche Krankenkasse nur im sehr fortgschrittenen Stadium für eine Parodontitisbehandlung aufkommt. Doch dann kann es bereits zu spät sein bzw. der Heilungsprozess wird maßgeblich verkompliziert. Das Gebiet der Kieferorthopädie ist gerade für Kinder und Jugendliche von Bedeutung, um später attraktiv und gesund auszusehen und auch spätere Hänseleien im Teenageralter zu verhindern. Daher empfiehlt sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung, zumal diese für Jugendliche noch extrem günstig ist und nach Abschluss ein Leben lang leistet.
Es gibt aber nur sehr wenige Tarife, die in allen drei Zahnmedizingebieten leisten. Dazu zählt die CSS Versicherung, die und auch die Zahnversicherung ARAG Z100. Die Zahnzusatzversicherung Barmenia (mit Zusatztarif Prophy) ist zwar sehr günstig für Kinder und Jugendliche, leistet aber nicht für kieferorthopädische Maßnahmen, so dass dieser Tarif für Kinder mit Zahnfehlstellungen nicht zu empfehlen ist (was auch für den Testsieger beim Zahnzusatzversicherung Warentest Central Prodent gilt). Der viel umworbene Tarif der Karstadt Quelle Versicherung überzeugt zwar durch seinen sehr günstigen Tarif, allerdings sollte man sich davon nicht verleiten lassen, da z. B. eine Verdoppelung des Zuschusses der Gesetzlichen Krankenversicherung viel zu wenig ist.
Eine Zahnzusatzversicherung alleine reicht natürlich nicht vollkommen aus. Auf die regelmäßige und richtige Zahnpflege sollte bei der Erziehung großen Wert gelegt werden und selbst Erwachsene können einiges dazu lernen.
Zum Zähneputzen: Es empfiehlt sich nach den Mahlzeiten einige Minuten damit zu warten und nicht länger als zwei Minuten zu putzen, am besten mit einer mittelharten Zahnbürste, da zu starker Druck ubd zu langes Putzen suboptimal sein kann. Medizinische Studien zeigen, dass dann der Zahnbelag angegriffen wird und die Zähne nicht genügend “Eigenabwehr” entwickeln.
Zähneputzen reicht nicht: Denn bereits mit dem zwölften oder dreizehnten Lebensjahr ist in der Regel das Gebiss so ausgeprägt, dass der tägliche Gebrauch von Zahnseide notwendig ist, um auch die Zahnzwischenräume von übel riechenden Kariesbakterien zu befreien. Darüber hinaus sollte auch noch Mundwasser und ein Zungenreiniger benutzt werden, da Bakterien auch auf der Zunge lagern. Es empfiehlt sich auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt, die mit dieser Gründlichkeit und Nachhaltigkeit nicht zu Hause getätigt werden kann. Eine gute Zahnversicherung zeichnet sich deshalb auch dadurch aus, dass die Kosten für die Professionelle Zahnreinigung und andere zahnprophylaktische Maßnahmen getragen werden. Ein Zahnzusatzversicherung Vergleich sollte unbedingt vorgenommen werden, bevor ein Tarif unterzeichnet wird.
Kieferorthopädie und Zahnversicherung
Die Kieferorthopädie ist jener zahnärztliche Bereich, der sich um Kiefer- und Zahnfehlstellungen kümmert. Der Kieferorthopäde hat also die Aufgabe rechtzeitig eine Fehlentwicklung von Kiefer und Zähne zu erkennen und dementsprechend eine Maßnahme durch Behandlungen zu ergreifen. So gut wie die Hälfte der Fehlstellungen von Zähne und Kiefer sind nicht angeboren, sondern können schon im jüngsten Kindesalter negativ durch das mehr als nötig anhaltende Saugen von Schnuller und Nuckeln hervorgerufen werden. Karies kann außerdem ebenfalls zu diesen ungünstigen Entwicklungen führen. Es gibt unterschiedliche Behandlungsmethoden bezüglich der Kieferorthopädie. Ein entscheidender Unterschied besteht an dem Behandlungszeitpunkt. Kinder und z.T. auch noch Erwachsene, die entweder eine herausnehmbare oder feste Zahnspange tragen, haben schon eine Fehlstellung (späte Erkennung) und werden dementsprechend zur Korrektur „ausgestattet“. Gegebenenfalls werden auch chirurgische Eingriffe am Kiefer vorgenommen. Eine andere Möglichkeit ist die Behandlung nach dem Durchbruch der vorderen Schneidezähne. Diese rechtzeitige Erkennung und die anschließende Behandlung durch die zunächst richtige Ausformung des Kiefers, führen zu einem richtigen Wachstum der Zähne durch den entsprechend geschaffenen Platz.
Kiefer- und Zahnstellungsanomalien sind nicht nur optisch unschön, sondern beeinflussen die Gesundheit in der Weise, dass Verspannungen in der Kaumuskulatur entstehen können und diese ihrerseits Kopfschmerzen auslösen können.
Eine Behandlung erfordert jahrelange Besuche beim Kieferorthopäden. Für gesetzlich Versicherte kann sich diesbezüglich ungünstig und teuer auswirken. Eingestuft wird die Kieferorthopädie in fünf Kieferindikationsgruppen. Je höher die Stufe, umso notwendiger wird die Behandlung. Ab Stufe drei übernimmt die gesetzliche Kasse die Leistungen und zwar nur im Rahmen der Regelversorgung. Stufe eins und zwei fallen mehr oder weniger unter kosmetischen Gesichtspunkten und werden aus dem Grund nicht übernommen. Hauptsächlich werden die kompletten Leistungen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren übernommen. Erwachsene fallen in den Genuss der Regelversorgung.
Einige Zahnversicherungen erstatten dieKosten einerkieferorthopädischen Behandlung in den Kieferindikationsstufen 1 und 2. Als Zahnversicherungen mit diesbezüglichen Leistungen wären die Arag Z100 und die CSS Zahnzusatzversicherung zu nennen.

