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Artikel-Schlagworte: „Zahnmedizin“

Mundhygiene – was Sie wissen sollten

Jeder vierte Bundesbürger nimmt es mit der Mundhygiene nicht so genau und putzt sich nur einmal am Tag die Zähne. Zwei Drittel immerhin mindestens zweimal am Tag. Zahnmedizinische Studien der amerikanischen Zahnärztevereinigung “American Dental Association” haben aber jetzt ergeben, dass die meisten sich die Zähne verkehrt putzen und dem Irrglauben verhaftet sind, dass besonders langes und häufiges Zähneputzen sehr gut für die Zahngesundheit sei. Dabei ist gerade das Gegenteil der Fall. Die Erkenntnisse der Forschung sind es, dass bei einer Zähneputzlänge von mehr als zwei Minuten der Zahnbelag geringer wird, wodurch der Zahnschmelz beschädigt werden kann. Leute, die sich länger als zwei Minuten und vielleicht dreimal am Tag die Zähne putzen und dabei auch noch übergroßen Druck ausüben tun den Studien zufolge ihren Zähnen damit nicht unbedingt einen Gefallen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Einsatz von Zahnbürste nicht ausreichend ist. Neben Zahnbürste und Zahnpasta sollte auch einmal am Tag ein Zungenreiniger zum Einsatz kommen, um Bakterien, die auf der Zunge liegen, abzuscharben. Der tägliche Einsatz von Zahnseide ist erforderlich, um auch Karies in den Zahnzwischenräumen vorzubeugen. Ab dem zwölften Lebensjahr ist das Gebiss meistens bereits so ausgeprägt, dass die Zahnbürste nicht mehr hinreichend die Zahnzwischenräume reinigen kann, so dass auch Kinder frühzeitig, den Umgang mit Zahnseide lernen sollten. Leider putzen sehr viele Kinder nicht einmal regelmäßig die Zähne, was auch mit den sozialen Umfeld zu tun hat.

Auch der Einsatz von Mundspüllösungen trägt zum maßgeblichen Entfernen von Zahnbeläge bei, die nicht nur im Mundbereich zu Krankheiten führen können. Denn Studien zufolge soll beispielsweise Parodontitis eine maßgebliche Ursache für Diabetes sein und soll sogar einen Herzinfarkt begünstigen. Daher muss das Bewusstsein für eine umfassende Mundhygiene und Zahnpflege geschärft werden und entsprechende pädagogische Maßnahmen gefördert werden.

Leider kürzt der Staat gerade bei der Zahnmedizin sehr stark, so dass ohne eine Zahnzusatzversicherung kaum eine gründliche Zahnarztbehandlung gewährleistet ist, von den Kosten, die auf den Patienten im Ernstfall, z. B. bei Zahnersatz oder Wurzelbehandlung zukommen, ganz zu schweigen.